Schauspieler Philipp Hochmair: „Backpfeifen gehörten dazu“
Shownotes
Was verbindet Philipp Hochmair mit Klaus Maria Brandauer? Im Gespräch mit BILD-Unterhaltungschefin Tanja May spricht der österreichische Schauspieler über seinen berühmten Mentor, seine Lebensrolle als „Jedermann“ und die Suche nach Freiheit – auf und neben der Bühne. Außerdem erzählt er offen von einer autoritären Kindheit und wo er schließlich ein neues Zuhause fand.
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00:00:00: Philipp Hochmeier steht barfuß vor mir.
00:00:02: Unter seinem Sacko trägt er nichts, nur massive Silberketten als wolle er jede Grenze zwischen sich und der Welt ablegen.
00:00:09: Eine Sehnsucht nach Uneingeschränktheit.
00:00:13: Ich kann es auch Freiheit nennen, aber ich meine sie in jedem Fall uneingeschränkt hat.
00:00:15: und außerdem ist das ja heiß
00:00:17: geworden.".
00:00:18: Der gefeierte Jedermann von Salzburg verschmilzt auf der Bühne mit seinen Rollen.
00:00:22: Das ist mein eigentliches Sein, sagt er.
00:00:24: Da geniese ich – also wenn ich vorher vielleicht schlechte Laune habe oder einfach keine Kraft habe, geht's mir nachher immer viel besser nach einer Aufführung.
00:00:31: Also keine Medizin der Welt kann mir das geben was dieser Endorphin rauscht auf der Bühne herstellt.
00:00:37: Doch hinter dieser Freiheit liegt eine Kindheit in der sich oft falsch einsam und nicht gesehen fühlte.
00:00:43: Hochmeier spricht über einen strengen Vater, über die Großmutter, die ihn so annahm wie er war und über Klaus-Maria Brandauer.
00:00:50: Der ihm zeigte welche Kraft im Schauspiel steckt.
00:00:54: Ein Vorbild im klassischen Sinn weil er mir sozusagen gezeigt hat was Schauspül für eine Dimension haben kann und wie man zu diesen Dimensionen hinkommt.
00:01:04: Es hatte mir hautnah vorgelebt dass ich sein Sohn gespielt habe.
00:01:08: das war wirklich eine große große Ehre und Freunde
00:01:11: Warum die Bühne für ihn Heilung und Heimat ist, erzählt er.
00:01:14: Deshalb ein klassisches Familienleben kaum zu ihm passt?
00:01:17: Und warum er trotz seiner intensiven Gedanken über die Endlichkeit sagen kann... Ich habe keine Angst vor dem Tod!
00:01:40: Philipp, du trägst keine Schuhe und du bist quasi nackt.
00:01:44: Du trägest einen Bläser aber sonst nichts also eine Hose.
00:01:46: Woher kommt es?
00:01:47: Eine Sehnsucht nach Uneingeschränktheit.
00:01:51: Ich kann es auch Freiheit nennen, aber ich meine sie in jedem Fall unangeschränkt hat.
00:01:54: Dass es da keine Grenze gibt und aus dem ist es ja heiß geworden.
00:01:58: Heute
00:01:59: geht's ja!
00:02:00: Also trägst du nie Schuhe?
00:02:01: Nein, natürlich im Winter trägste ich Schuhen.
00:02:04: Im Sonnerschuhe, wenn es sein muss, habe ich gern keine Schuher einfach so um einen Dialog mit der Welt einzugehen.
00:02:09: Es geht am einfachsten immer die Füße
00:02:10: her.
00:02:11: Warst Du als Kind schon so?
00:02:12: Die Familie, der Vater hatte auch immer die Schuhr ausgezogen.
00:02:15: So wie nachgemacht.
00:02:16: Der Vater ist vom Land Oberösterreich und da ist man gerne davon gegangen.
00:02:21: Das sind so Sachen, die man sich abschaut.
00:02:22: Ja, dass jemand andere nicht bekommt und dann einfach gerne behält weil er Spaß macht.
00:02:26: Und wenn ich gestresst bin beruhigt mich das einfach oder es geht schnell und man ist einfach... Ich verletze mich erstaunlich wenig.
00:02:33: Die meisten Leute haben Angst sich zu verletzen oder von Bakterien oder sowas.
00:02:35: aber hier in Salzburg zum Beispiel ist es so spiegelglatter der Steinen und so sauber alles.
00:02:41: Also da gibt es keine Verletzungsgefahr.
00:02:44: In St.
00:02:44: Pauli, wo ich mal geliebt habe in Hamburg, ist das drei Schritte über die Rehbarbahn.
00:02:48: Das ist alles schmutzig und alles voller Scherben aber hier sind wir auch alles total ordentlich!
00:02:53: Und wenn du, du spielst ja jetzt zum vierten Mal den jedermann?
00:02:56: Das ist für dich glaube ich so die Paraderonde
00:02:57: oder?!
00:02:58: Schön, dass du zum vierten Mal sagst.
00:02:59: Ich bin zum dritten mal offiziell, aber ich habe früher heimgängig springt und es ist nicht sehr aufmerksam von dir.
00:03:04: Also das man jetzt so sagen darf... Du Biers
00:03:05: Moretti hast du einmal vertreten?
00:03:07: Das ist
00:03:08: ja
00:03:09: das Fitte.
00:03:09: Aber du würdest schon sagen, das ist deine Paraderalle oder?
00:03:12: Also ihr habt euch gesucht oder nicht gesucht und gefunden?
00:03:15: Es wurde zu einer Lebensrolle!
00:03:18: Den Dialog, den die mit dem Stück haben der ist einzigartig und selten.
00:03:22: also ich wüsste niemanden der das in der Welt so hatte außer der Autor vielleicht selber oder so.
00:03:27: Aber das ist schon einzigartig.
00:03:29: Da bin ich auch ein Spezialpfeil, es kann man auch bei dem Werther sagen.
00:03:32: Werther spiele ich ja bei dreißig Jahre und zu erkämpftes Terrain, wie ich das immer nenne, literarischer Kämpf des Terrains gebe ich eigentlich nicht gerne her wenn sie sein muss.
00:03:41: Und es geht bei den Monologen besonders gut um die Behälfte und so lange als Publikum das sehen möchte.
00:03:46: Das ist ja der Fall und auch die Entwicklung miterleben möchte.
00:03:49: also Werther gibt's dreißzig Jahre hat sehr viel getan.
00:03:52: Jeder Mann gibt's fünfzehn Jahre weit.
00:03:54: Also da passiert's viel mehr.
00:03:56: Weil dir hat man immer den Eindruck, du bist die Rolle.
00:03:58: Also du löst dich selbst auf als Philipp Hochmayer und du bist dann die Rolle!
00:04:02: Ich würde sogar sagen das ist mein eigentliches Sein weil ich mich für meine Privatheit gar nicht so interessiere.
00:04:07: oder von meinem privates Glück wenn man so sagt... Das jag' ich nicht, ich jage ein Spielzustand Da geniese ich, also wenn ich vorher vielleicht schlechte Laune habe oder einfach müde bin.
00:04:17: Oder keine Kraft habe, geht man auch immer viel besser nach einer Aufführung.
00:04:21: Also keine Medizin der Welt kann mir das geben was dieser Endorphin rauscht auf die Bühne herstellt.
00:04:28: Du gerade saßt genesen?
00:04:29: Das finde ich interessant!
00:04:30: Wenn man deine Biografie sich anschaut dann buch liest du hast ja mal gesagt du warst ein sehr einsames Kind.
00:04:35: Die Kinder waren nicht so besonders schön oder zumindest dunkel und einsam.
00:04:40: Hat dich das Schauspielern oder die Schauspülerei hat dir dich geheilt?
00:04:43: Also, sie war jetzt nicht klassisch einsam in dem Sinne, dass ich jetzt alleine war.
00:04:46: Aber ich habe wenig Leidensgenossung gehabt oder Seelenverwandte gehabt.
00:04:50: Ich hab mich eher falsch gefühlt und über das Theater hab' ich mir eine Familie gefunden sozusagen ja... also im ersten Jahrgang da am Max-Heine-Seminar habe ich gleich den Nicolas Stiemann getroffen einen sehr bekannten Regisseur mittlerweile oder schon lange und wir haben zusammen Eine Theatersprache erfunden mit dem Werter, oder steht doch mit Hamlet an.
00:05:09: Oder den großen Faust, den wir gemacht haben in Salzburg.
00:05:13: Dieses Finden einer gemeinsamen theatralen Formensprache hat mir... Einerseits eine Identität gegeben, aber auch klar zu einer Bestimmung in der Aufgabe einen Sinn im Leben.
00:05:22: Den ich vor dem normalen Dasein nicht gesehen habe.
00:05:25: und ich habe als Kind immer die Leute gefragt im Zug und überall warum sie den Beruf gewählt haben, den Sie gewählt hatten weil ich nicht nachvollziehen konnte wie man sich entscheidet einen Beruf auszuführen.
00:05:35: Das kamen nur unbefriedigende Antworten.
00:05:39: Die haben gesagt ja mein Vater hat dein Geschäft, ihr habt das übernommen oder... Was er sich, es gab keine wirkliche Euphorie dahinter oder keine Bestimmung.
00:05:47: Und ich hab in mir wahrscheinlich gespürt dass da eine Bestimmung da ist aber die raus muss und ich halt ja kein klassisches Sollenbild zu Hause und erst in der Schauspielschule ist dieses Bild unter anderem durch Klaus Maria Brandauer, der mir diesen Schauspieltetypus vorgelebt hat dann auf einmal da gewesen.
00:06:01: Was wolltest du nur als Kind werden?
00:06:02: Eigentlich Bauer zuerst, weil ich dachte dann hat man immer frisches Brot oder frische Milch und so.
00:06:08: Da kann die Tiere leben und die Tiere verstehen mich sowieso besser als die Menschen, dacht das mir da aus.
00:06:13: Und da habe ich eine gewisse Freiheit gesehen und eine Gestaltungsfreiheit oder eine Ungebundenheit natürlich auch drüberisch, weil es baut, wenn man gebundene ...
00:06:22: Sehr viel Arbeit!
00:06:24: Das habe ich natürlich nicht gesehen, aber da war ich oft auf Bauernhöfen in den ganzen Ferien.
00:06:28: Ich hab dann in England und Österreich am Bauernhof ausgeworfen bis ich vierzehn war, jeden Sommer seit sechs, seit ich sechs Jahre alt war.
00:06:37: Und später noch mal, wie es schon umzahliert hat, da war manchmal Senna mehrere Sommer, wo er noch Käse macht in den Alpen.
00:06:44: Und das hat mir sehr gut gefallen.
00:06:46: Aber dieser künstlerische Ausdruck kam erst so in der Mitte schon mehr als fünfzehnt, sechzehn.
00:06:52: Das heißt, du warst in der Schule nicht im Theaterkurs Theater AG oder sowas?
00:06:55: Das
00:06:56: gab es bei uns nicht.
00:06:57: Also bei uns gab's keinen Schwerpunkt Theater.
00:06:59: Das gibt's in Norddeutschland da kann man sogar Abi machen.
00:07:02: In Theater, da gibts eigene Theaterräume und Theater als Unterrichtsfach.
00:07:07: Und das gab's für uns nicht im Ansatz.
00:07:10: Aber glücklicherweise waren unsere Deutschleere nicht besonders charismatisch und nicht besonders effektiv was das Vermitteln von Literatur anbelangt.
00:07:19: Und da gab es eben auch wieder eine Lehrstelle, die sich dann auf einmal mit eigenen Referaten oder mit eigener Begeisterung füllen konnte.
00:07:24: und wie ich die erste intensive Berührung in der Literatur und einer mit Kafka hatte oder Schifter hab' ich mich freiwillig gemeldet dann da Referate zu halten und da ging diese Begeistung für Literatur los.
00:07:37: Warst du ein schüchternes Kind?
00:07:38: Oder lebendiges Kind?
00:07:40: Ich war sehr lebendig und sehr unruhig also... Manche Leute sagen, ich hätte der ADIS gehabt oder hätte das.
00:07:47: Das kann jetzt nicht zu bestätigen aber in so eine Richtung geht es schon und... Es gab wenig Ventil für meine Unruhe.
00:07:55: Ich habe dann den Zeichnen, ich hab sehr viel gezeichnetes Kind mit einer totalen Ruhe gefunden und konnte es ausgleichen.
00:08:01: Aber diese Unruh, dieses Nicht-wirklich-oder-Zugehören hat mich schon umgedreht.
00:08:08: Weil
00:08:08: du gerade gesagt hast, du hattest kein typisches Rollen?
00:08:11: Vorbild zu Hause oder kein Rollmodell.
00:08:13: Wie meinst du das?
00:08:13: Also dann Eltern, wie die gelebt haben?
00:08:16: Sie haben
00:08:16: viel gearbeitet und...
00:08:17: Ja ja, nicht jetzt extraviel, was man jetzt unter viele Arbeiten versteht.
00:08:21: Die hatten ein ganz klassisches Berufsleben in dem man eben den Mutter kam jeden Tag um vierzehn Uhr nach Hause.
00:08:27: Die war Ärztin im Ambulatorium von halb siebene früh bis vierzehnt Uhr.
00:08:32: In der Arbeit und der Vater waren meistens zehn bis achtzehn Uhr im Ministerium.
00:08:38: Und das war jeder Tag gleich und mit diesem Familienmodell, was mir da vorgestellt wurde, konnte ich mich nicht identifizieren.
00:08:46: Also ich habe mich eher nach einem Hippie-Haushalt oder einem Künstlerhaushalt gesehen.
00:08:50: Und dann gab es doch erst mal der Großmutter in Oberösterreich...
00:08:54: Ah, dass die Mama von der Mama?
00:08:55: Ja
00:08:55: vom Vater.
00:08:57: Eben, wo man ein Barfuß gegangen ist und wo man Naturverbundene gelebt hat.
00:09:01: Die Mama von einer Mama war eher ein Stadtmensch aus Hamburg Ein Dünkel gehabt, ja.
00:09:06: Und das war mir sehr fremd als Kind.
00:09:10: Diesmal mit großen Hüten und die Queen herumgelaufen zu ... Also es war mehr fremder.
00:09:14: Aber die Großmittern Oberösterreich, die war für mich noch eher am ehesten ein Rollenbild oder die Bauern in Oberösterreich.
00:09:19: Das war ein freieres Leben.
00:09:21: aber der Stadtleben in Wien und diese Ordnung und diese Verpflichtungen, die man hatte, waren mir nicht angenehm.
00:09:27: Und deine Eltern?
00:09:28: Bist du streng aufgewachsen oder gab's gar keine Regeln?
00:09:31: Es
00:09:31: gab strenge Regeln, aber ich muss mal kurz das revisieren.
00:09:36: Alles was schulisch war, war streng und was nicht schulischer wurde dann eher frei behandelt.
00:09:41: Aber diese Dominanz der schulischen Kontrolle und die Fasthöhrigkeit dem schulische System gegenüber hat mich negativ geprägt.
00:09:51: mich dann von Otto Mühl und seiner Kommune gehört habe, dass das auch die Zeit war in der ich groß geworden bin.
00:09:57: Da hab' ich das sehr bedauert, dass wir da nicht im Ansatz ähnliche Ideen hatten – also wie das jetzt wohl nicht glorifizieren.
00:10:04: Das hat ja auch große Defizite gehabt.
00:10:05: aber diese Idee, dass man da Kunst ins Leben integriert und eine freie Gestaltung zu Hause auslenden darf, das hat uns schon gefühlt.
00:10:14: Es war schon immer wichtig, dass Wir ordentlich an der Schule sind dass wir funktionieren.
00:10:21: Dieses Funktionieren wurde nicht in Frage gestellt, man durfte jetzt nicht extra lange schlafen oder durfte nicht faul sein, man dürfte nicht den Tag hineinleben wie man das möchte und es war schon immer strukturiert und und... Und das habe ich erst übers Theater lernen dürfen, dass der Impuls kreativ zu sein kommt und kommen darf und dass man den einfach abwarten darf von einem gewissen Müßiggang heraus oder so einen gewissen Lehre, was Neues entwickelt.
00:10:51: Nicht einfach nur dem vorgegebenen Weg folgen muss und sagen muss man muss jetzt den Sollmaß da an der Schule entsprechen.
00:11:00: Das war nicht das Schwierigste, dass man da Aufgaben immer wieder in der Bringschuld ist und ständig getrieben ist, da etwas abzuliefern obwohl er nichts entspricht.
00:11:14: Jetzt fällt mir das Wort nicht an.
00:11:16: Der Titel von dem Buch, Anti-Autorität der Reziehung.
00:11:20: Das habe ich als Kind gefunden in einem Buchschwang von meinen Eltern und das war für mich wie ein ganz schlechter Witz.
00:11:29: also dass die dieses Buch haben, allein das Vorwort oder diese kleine Sättchen.
00:11:36: was da mal im Buch steht.
00:11:38: Es war ein arabisches Gedicht, wo steht's?
00:11:40: Denn die Kinder sind sehr pfeil und du bist der Bogen, der ins Leben geschossen wird.
00:11:44: Und respektiere sie so wie Sie sind!
00:11:46: Das war genau das Gegenteil was bei uns zu Hause stattfand.
00:11:50: Ich konnte diesen schlechten Witz des Schicksals gar nicht fassen dass da in unserem Bügerschrank liegt.
00:11:55: Hätte da einmal jemand reingeschaut und es mal ernst genommen oder mal zu diskutieren begonnen über diese Idee ob das nicht interessant ist... Das hätte mir alles verändert.
00:12:05: Es war ein sehr vorgegebenes Autoritäts- ... auch sehr autoritär, aber es war schon... Ich werd's nicht nennen so!
00:12:11: Eine unreflektierte Autorität hat geherft?
00:12:14: Mein Vater wurde genauso autoritärt zu und hat das einem noch unreflektiert übernommen und dachte, so geht das ja.
00:12:21: Hatte sie nicht den Fragestell, hat in seinem Stressordinate durch Beruf und Familienleben einfach unreflektert übernomen.
00:12:28: Und diese unreflekterte Autoritet Die hat mir eine Kindheit geprägt.
00:12:33: Daher entsteht ein großes Freiheitsbedürfnis und eine große Toleranz und Elastizität anderen Formen gegenüber, weil mich das interessiert.
00:12:44: wie leben andere Leute?
00:12:45: Wie kann man es anders machen?
00:12:47: Was gibt's noch außer diesen einen Weg?
00:12:50: Hast du deine Eltern mal gefragt warum sie dieses Buch zu Hause haben?
00:12:53: Irgendwann war...
00:12:54: Das habe ich nicht geschafft.
00:12:55: also für mich war das so ein absurder Witz oder so eine absurde.
00:13:00: Das ist ein absurder Widerspruch.
00:13:03: Zwangler, das konnte ich nicht fassen!
00:13:05: Aber waren die dann auch so streng?
00:13:07: oder gab es da noch oft Backpfeifen?
00:13:09: Klar, mein Vater ist im Krieg groß geworden also der wurde selber so erzogen und der konnte das nicht ablegen.
00:13:16: Und das hat aber dann aufgehört.
00:13:17: mit Schützern, wenn wir uns erwachsen werden... kamen, hat das aufgehört.
00:13:24: Aber hast du dann oft diskutiert oder gestritten mit den Eltern?
00:13:27: Oder versucht zu diskutieren?
00:13:29: Absolut
00:13:29: nicht!
00:13:29: Ich habe mich in die Kunst geflüchtet ins Theater und da war mein Spielplatz, mein Ausergierungsfeld, mein Betätigungsfeld... Da hatte ich was, was den Eltern nicht gehört.
00:13:41: wo die Eltern bewundernd hinschauen, wie es man regelmäßig im Theater bei Theaterbau was Fremdes zum anderen Leute gemacht.
00:13:46: Ausstellungen, Künstler, man fremde Leute...
00:13:49: Also Kunst mochten sie schon?
00:13:50: Haben's
00:13:50: konsumiert aber nicht aktiv betrieben und man hat das eben mit Demut konsumieren, aber nicht sich damit in ein wahes Verhältnis gesetzt.
00:14:01: Man hat das vielleicht auch an jemand gehängt oder Aber es war ein anderer Planet.
00:14:06: Und plötzlich konnte ich mir diesen Planeten erkämpfen und sagen, ich bin ein Bewohner dieses Planeten und da bin ich zu Hause.
00:14:12: Und damit konnte ich sozusagen meinen Elternhaus aushebeln.
00:14:17: Aber fanden Sie das gut, dass du diesen Weg eingeschlagen hast?
00:14:19: Ja, sind mich dann genommen.
00:14:20: Wir haben Max Rainer Seminar waren die sehr stolz... Und haben sie sich auch groß im Bekanntenkreis erzählt und das war eine Leistung sozusagen, eine honorable Leistung.
00:14:31: Wie es dann aber fortging des Studiums, haben Sie sich ausgeklickt?
00:14:35: Dann habe ich da aber aufs Zungegeln ruhig gelassen.
00:14:36: also das war schon ein etwas Schönes an diesem Elternhaus dass man da in Ruhe gelassen wurde wenn das mal lief.
00:14:42: Also man wurde nicht gezwungen da das zu belegen oder so was ja.
00:14:47: Und wie sicher um das Brandau mein Lehrer ist und sowas das waren natürlich Das ist non plus ultra.
00:14:52: und dann sind die auch in die ersten Vorstellungen gekommen, du bist auch angeguckt.
00:14:55: Und so das war dann schon eine Art Respekt, Respekterweisung dass man zu sagt wir respektieren und achten das was du da machst.
00:15:03: und dann hat sich das, gab es die Abnahbelung.
00:15:06: Hat dein Vater immer gesagt ich bin stolz auf dich oder ich finde das toll was du machst?
00:15:10: Oder deine Mutter?
00:15:11: Die Mutter schon aber der Vater hat das nie über die Litten gebracht.
00:15:14: Das macht doch gar nichts.
00:15:15: also er ist ja auch eingeschränkt geebenden Qualität und ich glaube, der hat bis heute noch Angst, dass er sich nicht davon leben kann.
00:15:27: Also das ist, glaube ich, sein Splen oder seine Beschäftigung, dass das was ich mache kein solides Berufsfeld ist.
00:15:38: ja
00:15:38: Na ja, weil es nicht greifbar ist vielleicht mit den Eltern.
00:15:40: Weil du ja nicht von neun bis acht zu nur arbeitest.
00:15:42: Genau.
00:15:43: Du hast Projekte?
00:15:44: Man kann das nicht zuordnen und das exaktierte Benehmen auf der Bühne ist für meinen Vater auch ein Graus.
00:15:49: Also er hat das lieber wenn es ordentlich ist wie unter immer gesagt hat ordentlich sein, ordentlich seien, ordlichseien.
00:15:57: also ich glaube gar nicht dass er selber so isst aber er hat sich das eben.
00:16:02: man konnte das nicht von sich veranhalten was wurde mal auch oft octriert und da ist er irgendwie gefangen in diesem In diesem Selbstbild.
00:16:09: Deine Mutter hat ja auch als Ärztin am Burgtheater gearbeitet,
00:16:11: d.h.,
00:16:11: sie hatte schon den Kontakt auch oder zumindest die Berührung des Schauspieler mit Bühne.
00:16:16: also das war dann bei ihr zumindest vorhanden?
00:16:18: Genau!
00:16:18: Also es ist ein großes Interesse meiner Mutter da gewesen.
00:16:21: Ich habe gerne Zeitschriften gelesen wo das Leben von Schauspielen beschrieben wurde und die Privatheiten da diskutiert wurden.
00:16:29: Du wusstest auch viele Geschichten Aber sie hat die Nähe zur Kunst gesucht, aber das ist natürlich aus einer immer beobachtenden und immer bewundeten Perspektive heraus.
00:16:40: Und vielleicht war es ja einesseits toll, dass der Sohn das dann ergreift oder auch verstörend.
00:16:44: Also in diesem Spannungsfeld hat sich mein junges Mann des Alters dann halt bewegt.
00:16:51: Bis dann die ersten Erfolge kamen, habe ich mich dann noch gelöst aus dem Blick der Eltern.
00:16:56: Aber wie du schon richtig fragst ob er mich mehr gelobt hat, das beschäftige ich ja trotzdem immer.
00:17:02: Wie alt sind deine Eltern jetzt?
00:17:03: Mein Vater ist jetzt vierundachtzig und die Mutter ist achtundachtig Und es geht mir gar nicht um mich selber.
00:17:11: Ich würde ihnen wünschen dass sie sich das einfach auch mal mit den Spannungen und Freude anschauen können Ohne Angst zu haben.
00:17:18: Also diese Angst haben wir verschwindet.
00:17:20: Angst zu haben, dass du auch nicht davon leben kannst und Angst zu hebben vor dem was du da jetzt machst?
00:17:24: Zum Beispiel das man sich versteht oder dass die Leute es peinlich ist oder irgend sowas ja.
00:17:30: Und jeder hat natürlich Bilder wie etwas auszuschauen hat und der Vater dann auch bei jedermann in Salzburg gedacht das müsste so sein wie bei Brandauer und dann sieht er uns an jedermannen.
00:17:39: das war eigentlich nichts wie bei brandauer.
00:17:41: Okay, aber dann muss man schon eine gewisse Elastizität und Freiheit mitbringen.
00:17:45: Und sagen wir, das ist jetzt eben so!
00:17:47: Nicht so wie es mal war, wie sie ergesehen hat.
00:17:51: Das können die Schlechte aufwenden.
00:17:54: Aber Sie kommen und schauen sich's an?
00:17:55: Ja.
00:17:56: Jedes Jahr?
00:17:58: Nicht jedes Jahr, aber Sie sind interessiert.
00:18:01: Je nach Flexibilität, da sind jetzt schon älteren Motorisierungen, kann man das dann gestalten... Früher war es sich schon interessiert, das alles anzuschauen.
00:18:11: Und dann gab's einen gewissen Punkt wo sich meine Karriere doch mehr in die Rockmusik bewegt hat oder Musiktheater, ich weiß nicht wie man das nennen soll, performatives Spektakel.
00:18:22: und da sind die Eltern ausgestiegen weil für meinen Vater ist immer noch ein Pianist im Frag und ein Schubert-Lieder singender Sänger.
00:18:31: Das Nonpolus Ultra, was Kunst anbelangt oder ein realistisches Landschaftsbild ist für ihn zuordnbarer als Absaktikunst oder Performancekunst.
00:18:41: Und da trennen sie unsere Wege.
00:18:43: aber das sehe ich mit Gelassenheit und Toleranz.
00:18:46: Da gibt es kein Konflikt!
00:18:47: Ich denke nur für Sie selber bei das Lungszige, wenn Sie sich da öffnen können.
00:18:50: Entspannter halt einfach!
00:18:52: Es gibt ja nichts zu verlieren.
00:18:53: Aber ich habe das Gefühl die Haltern werden fest.
00:18:55: hier war auch nicht mehr so.
00:18:56: da sind also... Die Welt ändert sich rasant.
00:19:00: Dann muss man eben auch an seinem Kunstbegriff oder in dem, was er öffnet oder was er fasziniert.
00:19:05: Auch ein bisschen arbeiten.
00:19:06: Es ist ein aktiver Vorgang, kein passiver Vorgehr.
00:19:09: Aber wenn du an deine Eltern denkst und du hast ja einen Bruder, reden wir gleich noch darüber?
00:19:13: Ich glaube der war sehr wichtig oder ist sehr wichtig für dich.
00:19:16: Aber Heimat ist für dich Wien!
00:19:18: Nein?
00:19:18: Heimat is für mich Hamburg, wenn man mich fragt... Da habe ich mich sozusagen erfunden mit dem Regisseur Stiemann zusammen.
00:19:25: Er ist Hamburger, hat nach einem Jahr markte er den Seminar verlassen und ist zu Jürgen Flehmann in die Regie-Schule gegangen.
00:19:32: Dort haben unsere ersten Theater-Experimente gestartet und die Art wie Hamburg das aufgenommen hat besprochen hat, gefördert hat, hat mich sehr geprägt und glücklich gemacht und darum empfinde ich bis heute eine tiefe Verrundung zu Hamburg und dieser Toleranz sie da war und diese Innovationen, die in der Luft lag.
00:19:50: Das hab ich in Österreich so nie erfahren.
00:19:51: In Österreich konnte man immer was verbessern, veriedeln... Aber in Hamburg konnte ich immer gut aus Erfindung drinnen.
00:19:57: Würde ich Hamburg als erstes meine Heimat bezeichnen?
00:20:00: War euer Familiennest oder die Eltern die leben in
00:20:03: Wien?
00:20:03: Ja und bist du da abends zu?
00:20:05: Also meine Wohnung in Wyn, ich habe auch eine Wohnung ist Luftlinie zehn Minuten weit entfernt.
00:20:11: ja
00:20:12: aber
00:20:12: wir sehen uns daneben wenn es passt.
00:20:14: aber ich bin auch sehr selten im Wien.
00:20:19: Aber wenn du jetzt, ich weiß nicht, Geburtstag Weihnachten, wenn du zu Hause bist bei deiner Familie und deinen Eltern.
00:20:24: Erwartet dein Vater dann von dir, dass du ein Hemd trägst?
00:20:27: Also so förmlich sind
00:20:29: die gar nicht.
00:20:29: Okay das nicht okay.
00:20:30: also deswegen gibt es keine Diskussion.
00:20:32: Das ist eine reine Ausführlichkeit aber Es gibt ja sowieso jetzt nicht mehr viele Diskussionen aber wir haben uns da schon irgendwie auch in unserer Sicht verabschiedet.
00:20:42: aber es gab sicher noch eine Phase wo ich noch interessierter war Sie da halt meine Welt auch hineinzuholen und auch die Kommentar zu erfahren.
00:20:50: Und da kamen auch interessante Sachen, also ich habe gerne eine älterne Testpublikum für Monologe benutzt um zu schauen, wie sie reagieren und was sie mitnehmen.
00:20:58: Was sie stört oder verstehen.
00:21:01: Das war für mich immer eine ganz gute Messlatte, die so ein bildungsbürgerliches Publikum reagieren könnte.
00:21:07: Wie haben Ihnen die Vorstadtweiber gefallen?
00:21:09: Sehr gut!
00:21:11: Das ist ja eh so... also die ganzen Fernsehsachen konsumieren die größter Freude.
00:21:15: Und stolz wahrscheinlich
00:21:16: auch.
00:21:17: Das
00:21:17: sind Sie auch geschützt weil es ist ja ein klar lesbares Produkt von einer Fernseheserie.
00:21:24: Aber ein experimentellen Theater, wo ich mich ja sehr gerne aufhalte als Kontrast zu der Fernsehararbeit.
00:21:31: Das sind sie dann eher überfordert.
00:21:33: Was auch okay ist.
00:21:34: also...
00:21:34: Und was hat dir als Kind am meisten gefehlt?
00:21:40: Ein humorvoller Umgang mit Realität, den ich denn in der Kunst finde und den Künstler per se mitbringen.
00:21:47: Also alle Kulle.
00:21:50: Wenn man beendet und unterwegs bin, ist die Welt anders.
00:21:55: In Salzburg gibt es einen sehr bürgerlichen Festival, der aufheilt.
00:22:01: Aber sobald die Punk-Musiker dazukommen oder Leute in diesem bürgelschen Feld gar nicht angehören, ändert sich die Realität rasant und dabei spürt man, wie die Moleküle tanzen.
00:22:12: Und wenn man da aber in der Minderheit ist muss man dem schieben.
00:22:16: Da habe ich eher eine Verteidigungshaltung.
00:22:18: Wenn man seine Entourage hat und da eine Energie losgeht... dann ist das ein anderes Dasein.
00:22:27: Das klingt, als wenn du dich selbst zuerst mal gesehen gefühlt hättest, als auf der Bühne warst?
00:22:31: Ja, also auch so.
00:22:33: Ich muss auch etwas erzählen und es wäre auch sehr wichtig im letzten Lebensabstand.
00:22:36: Ich habe mich hier mit Magic Mushrooms beschäftigt und die sind jetzt auch sicher ein Mode-Thema.
00:22:42: aber diese Kombination aus Theater und eben dieser Magic Mushroom Erfahrung, die funktioniert für mich extrem gut.
00:22:50: Also ich habe gelesen dass das ein schöner Schlüssel ist um das eigene Sein zu gestalten.
00:22:55: Also eigentlich die beste Gestalttherapie, die Kombination aus Theater und Magic Mushrooms.
00:23:00: Und ich habe eben dieser Magic Mushroom-Kur wirklich viel Hallen noch mal erfahren, dass die Bühne wirklich mein Zuhause ist.
00:23:06: Das hab' ich bis dahin doch immer noch mit eingezogenem Schweif wahrgenommen, weil ich mir dachte, das ist eine Seite meines Seins Er ist zwar schwer auszuhalten, aber die muss ich machen.
00:23:20: Weil das normale Leben auch wichtig ist.
00:23:22: und jetzt konnte ich aber anhand dieser Erfahrung sagen hey!
00:23:24: Ich bin ein Bühnenmensch und das andere ist Zweitranik.
00:23:27: Ich darf auf der Bühne so sein wie ich bin und da entfaltet sich mein Sein zu hundert Prozent und das Andere ist eben das notwendige Übel um dahinzukommen.
00:23:36: Und vorher habe ich es genau umgekehrt gedacht.
00:23:38: Der Bühn ist ein Geschenk und das andern muss ich so ertragen um dahinten zu dürfen.
00:23:42: Das kann ich das freier und entspannter sehen.
00:23:45: Wenn du sagst, dass das eine Kur gemacht wird vier Wochen oder wie geht
00:23:47: es?
00:23:47: Nein.
00:23:48: Das ist eine Therapie, sagen wir
00:23:52: mal.
00:23:52: Weil man muss ja betreut werden.
00:23:54: Genau!
00:23:54: Man muss ja gucken,
00:23:55: wie viele Mengen man nachnehmt.
00:23:56: Keine
00:23:57: Partygeschichte sondern es ist wirklich eine therapeutische
00:24:01: geführte
00:24:02: Erfahrung wo man eben vorher diverse Gespräche führt um zu schauen worum's angeht dann die Dosierung herausfindet, dass da auch kein Missbrauch passiert.
00:24:11: Und das man dann sagt okay wir machen jetzt die Reise und danach wird es auch nachgearbeitet und hat man noch ein paar Wochen Zeit an seinem Denken wirklich zu arbeiten und seinen Gedanken zu verändern.
00:24:21: Ich kann auch bestätigen, dass diese Arbeit in der Biografie durch diese Maschums erst wirklich in Gang kam.
00:24:28: Früher saß ich vor den Bergfotos und von den Bergthemen und wusste nicht wie man dahin kommt Und die Autore hat für mich gebeten, ein Text zu schreiben und ich habe begonnen, die Fotos zu holen.
00:24:38: Es ging erst nach dieser Erfahrung und das war wirklich der Door Opener zu mir selbst.
00:24:43: Die Kernaussage der ersten Reise war wirklich... Ich bin richtig auf der Bühne in dem Leben auch.
00:24:50: Das war für mich wirklich der Kernsatz, der mich da angesprochen hat und das waren die wichtigsten Erfahrungen.
00:24:57: Und es konnte ich vorher gar nicht so denken.
00:24:59: Ich immer dachte, ich bin irgendwie anders und schief.
00:25:04: Und jetzt bin ich immer
00:25:04: schief.".
00:25:05: Jetzt hast du dich genau richtig so wie ich bin?
00:25:07: Genau,
00:25:07: genau!
00:25:08: Du hast ja erst versucht übermalen also du wolltest ja auch maler werden bei einer gewissen Zeit aber das hat dir dann doch nicht das gegeben was dir die Bühne gegeben hat?
00:25:15: Doch habe ich war dazu kleinteilig und zu... noch hatte ich den Platz nicht schneller herzustellen.
00:25:25: Also jetzt natürlich nicht, überreden sich das als Brüder Westspieler, aber man kann sagen, man kann mit dem was ich da entwickelt habe überall spielen.
00:25:32: ein kleines Beispiel.
00:25:32: Ich hab im Wohnzimmer von Helmut Schmidt gespielt in Hamburg beim Altkanzler und da konnte ich einfach hingehen, ein paar Möbel umschieben und dann konnte ich in seinem Wohnzimer vor fünfzehn Leuten eine Aufführung machen.
00:25:42: Wie kam
00:25:43: es zustande?
00:25:45: Helmut Schmid war zu alt um ins Theater zu kommen hat.
00:25:48: Das Talierte hatte im Angebot, dass wir zu ihm kommen und bei ihm was spielen.
00:25:53: Und das wurde ich dann gefragt weil ich eben mehrere Monologen im Repertoire hatte.
00:25:57: Ich durfte mir einen aussuchen, habe mich für Kafkaes Amerika entschieden, weil es in Hamburg beginnt der Karl Rosmann von Hamburg in die Welt geschickt und ist auch eine Flüchtlingsromanin.
00:26:09: Das war damals schon ein aufkommenes Thema.
00:26:12: Ich dachte, das könnte Helmut Schmidt am Ersten interessieren als die Leitende so in Werther oder Versichers oder Faust.
00:26:17: Und da dachte ich mir, das wäre ein schönes Gesprächsthema auch für danach, weil es immer danach Diskussionen gab und wurde sozusagen als Redner eingeladen mit meinem Stück.
00:26:27: Und dann hat sich eine Elite-Gruppe getroffen, bestimmte gesellschaftlich relevante Themen besprochen habe ich eben mit meinem Kafka-Stück einen Beitrag geleistet.
00:26:36: Da habe ich gemerkt wie leichtfüßig diese Produktionen sind Und wie unkompliziert.
00:26:43: Diese Freiheit habe ich in der Malerei damals nicht gefunden, aber eher über so ein A-Zweibblatt gebrütet mit Pinseln und Tuschelfedern.
00:26:56: Und dieser große Strich oder der große Stil, wo man mit einem anschüttet und wo man die Holzstücke hinein baut.
00:27:06: Wenn der Anmalt zu dem kam es bei mir nie im Platz gar nicht gab.
00:27:10: Aber da würde ich mich am ehesten zu Hause fühlen.
00:27:13: Es gibt in Österreich einen Ort für geistig eingeschränkte Künstler.
00:27:18: Gugging alle gut haben.
00:27:24: Zu Wort, zu Wort.
00:27:26: Da hat ein Arzt eben eingeschränkte Künstler zusammengebracht und er hat einen großen Satelier ernannt.
00:27:41: Und da gab es einen Maler der die Grenze des Tisches nicht akzeptiert und alles angemaltet.
00:27:45: Die Wäne, die Tische... ...die Bäume!
00:27:47: Alles ja?
00:27:48: Und dieser Gestus ist mir am vertrautesten.
00:27:55: So würde ich meine malerische oder meine gestalterische Grundsetigkeit sehen, dass man sieht da keine Grenzen.
00:28:08: Das Blattpapier ist jetzt nicht der Rahmen sondern es geht überall weiter.
00:28:13: und es gibt in Hamburg auch die Schlumper zum Beispiel.
00:28:17: das ist ein Verein wo sich diese Künstler da, wo die zuhause haben und Atelier haben.
00:28:24: Und kreativ sein können.
00:28:25: So hätte ich mir das vorgestellt für mich selber aber... Da bin ich nie gekommen.
00:28:29: Das habe ich dann im Theater gefunden.
00:28:30: Es gibt in Kafkaes Amerika dieses schöne Bild vom Naturtheater von Oklahoma, wo jeder willkommen ist.
00:28:38: Jeder will Künstlern sein darf.
00:28:40: Jeder darf das ausüben was er kann.
00:28:42: Also ein sehr schönes Bild eine paradiesische Vorstellung für unsere Gesellschaft dass jeder gebraucht wird.
00:28:48: Keiner fliegt raus, keiner fällt durch den Oster und jeder kann irgendwas.
00:28:51: Wüsste du das, was er kann auch eingesetzt?
00:28:54: So habe ich mir das Zensur zu empfohlen schon.
00:28:55: Das hab' ich im Theater am ehesten gefunden!
00:28:58: Wie war denn die Reaktion von Helmut
00:28:59: Schmidt?!
00:29:00: Er war begeistert, dass da was passiert.
00:29:02: Und letztendlich war er auch irritiert, weil es natürlich eine Welt von Geistesmenschen war und da wurde noch nie das Klavier weggeschoben, noch nie der Teppich weggeräumt oder der Fernseher verschoben und hat den Anfangs irritiert.
00:29:14: aber so ein wunderbarer Abend in einer schönen Gespräche nachher.
00:29:17: Es war unvergesslich eigentlich, auf jeden Fall für mich eine einzigartige, ein einzigertiges Erlebnis.
00:29:23: Ich habe ja noch für Theater heute und für diverse Zeitungen einen Bericht geschrieben, der öfters ... gedruckt wurde, weil das wirklich eine schöne Geschichte war.
00:29:33: Ein außergewöhnliches Beispiel für spontanes
00:29:35: Theater.".
00:29:36: Und Klaus-Maria Brandauer würdest du sagen?
00:29:38: Ich weiß nicht, war das für dich Lehrmeister oder war es ein Vaterersatz?
00:29:41: War das ein Vorbild?
00:29:42: wie würdest Du ihn beschreiben?
00:29:43: oder euer Verhältnis?
00:29:44: Also einen Vorbild im klassischen Sinn, weil er mir sozusagen gezeigt hat was Schauspiel für eine Dimension haben kann und wie man zu diesen Dimensionen hinkommt.
00:29:56: Es hatte mir hautnah vorgelebt im Unterricht und dann unserem Stück, das wir gemeinsam gemacht haben.
00:30:02: Und dann Jahre später wird es haben gedreht habe in der Auslöschung was für mich der finale Abschluss unserer Ausbildung war dass ich sein Sohn gespielt hab.
00:30:12: Das war wirklich eine große große Ehre und Freude.
00:30:15: Aber schon alle der prägenen Menschen in deinem Leben
00:30:17: Wenn nicht der prägende
00:30:18: oder der prägeste Mensch in deinm Leben Haben deine Eltern nicht mal kennengelernt?
00:30:21: Ja ja
00:30:23: aber da hat sich wieder diese Demut
00:30:26: Ich ahne es
00:30:27: Eingestellt.
00:30:29: Die durfte ich mit ihm auch überwinden.
00:30:30: Also die Demo ist ja da, aber in einer gesunden Form nicht.
00:30:34: Wir kleinen Menschen stehen im Künstler gegenüber dem Genie, sondern das ist ja auch eine Art Handwerk und ein klarer Prozess Kunst machen und den muss man auch genauso benennen und ausergieren.
00:30:46: Und wenn man dazu demütig ist dann stolpert man eben mal bei seiner Demo.
00:30:49: Er wird ja von dir einiges gelernt haben wahrscheinlich oder?
00:30:52: Das ist ein schöner Gedanke, nehm' mich so an!
00:30:57: Wie wichtig war denn Eurer grad als Kind?
00:30:59: Du hast ein Bruder, dein Bruder ist jünger als du.
00:31:02: Vier Jahre glaube ich oder?
00:31:03: Zweieinhalb.
00:31:03: Ah zweieinhalb!
00:31:04: Entschuldigung.
00:31:05: Wie wart ihr so als Brüder?
00:31:06: Ich war sozusagen der Vorreiter in diesem Elternsystem und er war sozusagen in meinem Windschatten und da haben wir schon ganz gutes Teamgebild dazu.
00:31:14: Er hat den ganz anders leben mit, er hat vier Kinder und ist ein sehr guter Lungenfacharzt geworden und viele meiner Kollegen die jungen Probleme haben einfach den Betreut eine große Freude zu sehen, wie gut er helfen kann.
00:31:29: Aber seid ihr eng?
00:31:30: Obwohl ihr so verschieden seid?
00:31:32: Wir sind enger da verbringen relativ wenig Zeit miteinander weil unsere Leben so unterschiedlich sind ja also wirklich wirklich krass unterschiedlicher aber wir sind auf jeden Fall sehr verbunden und haben uns sehr gerne.
00:31:42: Und die Last dass du das deine Eltern Enkel erwarten von dir der hat er dir dann genommen wenn er für Kinder haut über Ja Du sagst ja ganz offen du bist nicht so der klassisch familien Typ Also mit festen Beziehungen Kinder sowas ist noch nicht.
00:31:54: Das ist für mich nicht so leber, nicht so real.
00:31:58: Weil das derart eine Realität hat die das Leben nicht zu bietet und es gibt natürlich Menschen die sich da gut einklinken können und mitfahren können, weil sie selber in einer Kunstwelt leben und da funktioniert das am besten.
00:32:09: Aber wenn ich aus dieser fiktionalen Welt die reale hinüber zerren möchte was ja oft im Beziehung passiert ist dann beißt man dabei mir schon auf Granit, weil ich da einfach nicht geeignet bin dafür.
00:32:19: Aber die Sehnsucht in der Nähe ist ja da wahrscheinlich.
00:32:21: Natürlich,
00:32:22: jeder Mensch.
00:32:23: Jeder hat ja jeder Mensch oder auch der Wunsch vielleicht selbst mal Vater zu sein?
00:32:27: Oder ich fühle das keine Rolle in deinen Gedanken?
00:32:29: Das bringt jetzt immer weniger eine Rolle um nicht sehr mit Freude wie meine Neffen und Nichten heran gedeihen.
00:32:38: Und das ist eine große Freude und es passt schon so.
00:32:42: Aber die sagen nicht Onkel Philipp zu dir, oder?
00:32:44: Ich glaube nicht.
00:32:47: Nein, sie sagen nicht, wir haben hier nie gefragt.
00:32:49: Das sind diese ...
00:32:51: Meine sagen Tante Tanja, deswegen ist es lustig.
00:32:54: Man könnte ja denken, ich finde das cool nur den Vornamen zu sagen.
00:32:57: oder die sagen Tantetanja?
00:32:59: Meine Nichten und Neffen sind halb Ungarn.
00:33:02: Und sie sprechen auch ungerisch und da mischt sich das gerne und vielleicht sagen Sie auf ungerische Onkel aber... Du hast
00:33:09: noch nie gehört!
00:33:11: Was hast du von deiner Großmutter in Erinnerung, was sie dir gegeben hat, was du von deinen Eltern nicht gekriegt hast?
00:33:17: Tag jetzt ein blödes Wort, aber ein wichtiges Wort hat mich respektiert wie ich bin.
00:33:20: Das war nicht wirklich toll.
00:33:22: Der hat mich irgendwie geachtet.
00:33:24: Da gab es diesen Nied mich zu brechen was der Vater in Wien sich hatte.
00:33:29: Mich zu erziehen also ziehen den Gabs von dem ich mich stillerzogen.
00:33:34: Wir haben uns einfach still verstanden ohne dass ist da eine Not.
00:33:39: wenn ich war mich zu bändigen beim Vater das Gefühl dass ich mich da irgendwie auflehne aus welchem Grund auch immer Und er mich da bändigen musste, dass das so ein komisches Karussell entsteht.
00:33:51: Aber was toll bei Kavka in Brief an einen Vater geschrieben ist.
00:33:56: diese eigenartige Bewunderung des Vaters und die Maßregelung durch den Vater dieser eigenartigen Widerspruch hat bei meiner großen Mutter nur stattgefunden im Gegenteil.
00:34:07: Da gab es einfach ein stilles Commitment, dass wir ein gutes Team sind.
00:34:11: Das hat mich irgendwie schön über meine diese Zeit hinübergerettet.
00:34:16: Ja,
00:34:16: das was man so als Kind halt auch braucht angenommen zu werden und jetzt wahrscheinlich auch Mehlspeisen gemacht oder?
00:34:23: Wir waren einfach wirklich einfach ein gutes Team zusammen alles zusammengemacht der Großvater war im Alter sein dann haben wir jeden Tag bei meinen Besuchzenen in einem Bus dahin gefahren hat bei meinem Bus versäumt da ist immer ein Bach gegangen die Füße in den Bach gehalten und gewahr bis er nächste Bus kommt.
00:34:38: also wie muss ich es eben so vorstellen?
00:34:39: und das war Großstaats und mit dem Stress, dass die Eltern arbeiten gehen.
00:34:47: Auflagen hatten und so weiter.
00:34:48: Das war nichts zu verbinden.
00:34:50: Es war ein völlig anderes Leben.
00:34:52: Hat die Oma noch mitbekommen?
00:34:54: Dass du es dann geschafft hast als Schauspieler?
00:34:55: Nein, das gestorben ich acht war.
00:34:58: Achso früh schon!
00:35:00: Das war ja ein großer Verlust an
00:35:01: oder?!
00:35:02: Sie
00:35:02: war sehr krank am Ende und darum war es für sie auch gut, dass sie gehen durfte.
00:35:06: Aber
00:35:06: für dich war's ja traurig?
00:35:07: Ja, ich hab diesen ganzen Sterbeprozess mit begleitet als Kind und die hatten mir sehr leid getan.
00:35:12: Ich seh dann immer weniger Burgel... Und das war dann noch ein schwieriger Schluss da.
00:35:18: Dann herztes es so präsent und so lange die Zeit, wenn man es jetzt real zieht sind es vielleicht drei Sommer nur gewesen.
00:35:26: In der Gegend diesen Geist weiterleben.
00:35:28: Wie ich zu den Bauern gegangen habe, dann bei den Baueren dieses Sommer verbracht und das hat mir diese Großmutter weiter erhalten.
00:35:38: Wenn du so früh schon jemand in die Tod begleitet hast, hatte dich das auch selbst irgendwie noch mal unterbewusst verändert im Hinblick auf Tod?
00:35:44: Auf Abschied nehmen?
00:35:46: Ich glaube nicht.
00:35:46: gleich zur Schmerz vor dem Fund.
00:35:48: Es war ganz natürlich!
00:35:49: Wir waren da so ein cooles Team und es hat dazugehört.
00:35:53: Das war nicht unnatürlich.
00:35:57: Der Großvater ist vorgestorben im Altersheim und da hab ich das schon mal erfahren, wie es ist wenn sich ein Mensch so auch geistig verabschiedet was das für eine Arbeit ist und was das von dem Prozess ist.
00:36:08: Und ja sowas.
00:36:10: Aber
00:36:10: es klingt jetzt ein bisschen einsam bis du dann deine wirkliche Familie gefunden hast?
00:36:14: Ja ist auch so, aber vielleicht findet meisten Menschen nie hier in Ordnung.
00:36:18: Ich bin neu zwingt gefunden und habe seitdem ein ganz anderes Bewusstsein oder eine andere Star sein.
00:36:27: Darüber bin ich auch sehr glücklich.
00:36:29: Das heißt, deine Kollegen sind auch deiner Familie und Freunde?
00:36:32: Oder
00:36:34: die Bühnenwelt
00:36:35: bietet mir natürlich oder hat mir in den entscheidenden Jahren einen Ort gegeben wo ich mich ausleben konnte und wo ich sehr glücklich war oder nach wie vor bin.
00:36:45: Ich brauche das jetzt nicht mehr so diese Geborgenheit von diesem System aber Ich denke vor zwanzig Jahren im Burgtheater, so drei Sicherungen.
00:36:52: Das war schon ganz wichtig für mich, dass ich auch Erfolg hatte und dass da wirklich Energie fließt und dass man tolle Leute trifft, tolle Stücke macht, Oberfühlen von Handgehellenegg und diese Autor noch kennenlernt mit diesen Leuten in Kontakt sein kann.
00:37:04: Und das war unglaublich faszinierend!
00:37:08: Du warst ja sicher auf dem Burgtheaters, weil deine Mutter da gearbeitet hat oder?
00:37:12: Also weißt du noch wann der Mon...
00:37:14: Ja, ganz früh schon.
00:37:16: Ein kleines Kind.
00:37:17: Noch als Vorschüler hat durch die Mutter der Mann mitgenommen und das hat mich total fasziniert.
00:37:22: Das hat sich auch gesehen und so was ist auch gefördert.
00:37:24: ja
00:37:25: Und weißt du noch wann dieser Moment war?
00:37:27: Du hast dazugeguckt und hast gesagt ich will auch mal da vorne stehen.
00:37:31: Also mir hätte es immer faszineret aber die Idee dahin zu gehen und das zu machen war jetzt nicht so real.
00:37:38: also Ich habe im Schuljahr in einer Volksschule Dann nehmen wir die Hauptrolle, die Korben und so weiter.
00:37:43: Aber es war mir nicht bewusst, dass das ein aktiver Schritt ist.
00:37:46: Und das hat mich alle dann zugeteilt... ...und ich hab's gemacht!
00:37:49: Das war für mich ganz natürlich.
00:37:51: aber wer nie auf die Idee kommt zu sagen, ich wär jetzt Schauspieler deshalb oder so, ja?
00:37:56: Es kam dann erst später.
00:37:57: also wo das schon diese Natürlichkeit aus der Vollkohle verschüttet war.
00:38:02: Da gab sie mein Erweckungserlebnis, wo ich dann wirklich gemerkt habe, das ist mein Leben und das kann uns
00:38:09: ja auch so.
00:38:10: Du wirst ja in der Elbphilharmonie auftreten.
00:38:13: Wer schließt sich dann auch wieder an Kreis, oder?
00:38:14: Ganz genau!
00:38:15: ElbPhilharmy ist sicher ein Traum, wenn unglaublicher Wunsch zur Erfüllung geht.
00:38:21: Also einen Wunscht der Superlative und wo es sich auch wirklich sparten Mischen, die sich sonst nicht so gemischt hätten.
00:38:30: Ich war ganz lange im Taliertata zugeordnet und da Assemble mitglied Und da war die Elbphilharmonie wirklich für so ein Olimp noch daneben.
00:38:38: Dass das jetzt eben plötzlich auch meines Bühnes sein darf und sich da immer auftreten darf, das ist für mich ein ganz neuer Schritt.
00:38:45: Aber natürlicher Schritt!
00:38:46: Jeder Mann belodet oder?
00:38:49: Also erwartet
00:38:50: uns?!
00:38:50: Also in Salzburg kann man ja jeder Mann klassisch sehen wo er auch entwickelt wurde vor dem Dom Open Air mit dreißig Schauspielern bei uns sogar hundert mit den Statisten
00:39:02: usw.,
00:39:02: also ein großes Bühnspektakel.
00:39:04: Und ich habe damals als Schauspielschüler das Stück gesehen vor dreißig Jahren und war da enttäuscht, weil mich dieser Hype diese Darstellung nicht erreicht hat.
00:39:15: Und dann gab es eben eine gewisse Note in meinem Herz, wo ich dachte was ist jeder Mann überhaupt?
00:39:19: Und aus dieser Note heraus durfte ich dann vor fünfzehn Jahren einen Monologen entwickeln.
00:39:24: Dann nennen wir ihn jetzt Jeder Manolo.
00:39:26: Da hab' ich in diesem Stück alle Rollen alleine gespielt!
00:39:31: zwei Mikrofone, eins für jedermann und eins für die anderen mit einem Musikteil eine Band oder einen Sängerin oder ein DJ oder einer klassischen Orchester.
00:39:41: Und wie mir sozusagen die Atmosphäre geben diese große Geschichte zu erzählen.
00:39:45: ja.
00:39:46: Mit diesem Stück bin ich seit fünfzehn Jahren unterwegs in unterschiedlichen Formen mit unterschiedlichen Musikern unter den Besetzungen und dieses Stück werden wir jetzt für die Elbphilharmonie adaptieren.
00:39:55: das heißt Wir haben eine Rock Version von Jedermann von Hoffmannsteil in abgehälter Form auf den Raum angepasst.
00:40:02: Weil wir dort nicht Rockmusik wirklich im klassischen Sinn machen können, weil das der Raum für eine andere russische Qualität gebaut ist und wir uns da auch mal eine Adaption überlegen.
00:40:12: Aber ich habe in Salzburger mit dem Salzburger Philharmoniker gespielt oder eben mit meiner Rockband Die Elektro an Gottes Tour ich damit seit fünfzehn Jahren und war oft ganz großen Rockbühnen.
00:40:25: also der Höhepunkt war Stefan's Summ in Wien Die Burg Klam in Oberösterreich und Prinz Regent der Art den München.
00:40:34: Also richtig tolle große Räume, die wir da ausgefreht haben und ausverkauft waren.
00:40:40: Und jetzt eben die Elbphilharmonie ist eine neue Herausforderung wo man sagt auch muss ich klanglich nochmal ganz neu aufstellen und adaptieren.
00:40:47: also wird ein großes schönes Experiment
00:40:50: Kannst du ein Stück Salzburg laufen oder kennt dich quasi jeder?
00:40:53: Ich kann doch Salzburg laufen.
00:40:54: dann muss ich jedem... Sieht sich Selfies machen und Atome geben.
00:40:58: Findest du es schön?
00:40:59: Ich finde es schön, dass es das gibt aber ich kann sich immer aushalten und beleg mir dann drei Mal ob ich vor die Tür gehe oder nicht.
00:41:05: Wie grüß dich ein!
00:41:06: Beim Jedermann geht's ja am Ende darum oder er muss ja am ende erkennen.
00:41:10: Geld, Freunde alles was ist das wesentliche im Leben?
00:41:14: Er kreit sich an den Falschungen Dingen fest aber muss erkennen, dass ist einfach nicht der richtige Wert zwar.
00:41:20: Das haben wir heute nochmal schön gehört in der Öffnungsrede wenn Salzburger festspielen dass die Herzenswerte in solchen Zeiten wie diesen besonders wichtig sind und das wir nicht vergessen dürfen, dass die materiellen Werte eben nicht alles sind und schnell verschwinden können.
00:41:36: Und der Tod kann schneller kommen als man denkt.
00:41:38: Und dann fragt man sich irgendwie jeder Mal auch – also wer gehe ich denn jetzt?
00:41:43: Was habe ich denn denen geleistet?
00:41:44: Was hab' ich den Gutes getan?
00:41:46: Wo sind denn meine guten
00:41:47: Werke?!
00:41:48: Was hab', ich den Sinnvolles getan auf der Welt?
00:41:50: Das wär….
00:41:51: was lasse ich denn
00:41:52: zurück?".
00:41:53: Diese Fragen stellst du dir auch?
00:41:54: Ja,
00:41:55: dank des Stücks und so mehr.
00:41:57: Dafür ist das Stück auch da.
00:41:58: Das Stück ist wirklich ein großer Wurf, ein großes, großes Stück, ein großer Archetypus.
00:42:03: Jeder man sichern der wichtigsten Archetypen die wir in unserer niederreichenden Welt haben.
00:42:09: Also ganz großes, wichtiges Stück.
00:42:11: Hast Du Angst vom Tod?
00:42:12: Denkst du daran?
00:42:13: Ich
00:42:13: denke viel an den Tod und ich habe keine Angst von Tod.
00:42:15: Die Stücke helfen mir mit dem Tod umzugehen.
00:42:20: In fast allen anderen Stücken sterben die Protagonisten und die Endlichkeit wird immer wieder sehr klar vor Augen erhalten.
00:42:28: Und ich sage zu Kühen, ich habe keine Angst aber ... Ich bin ja ständig spielerisch damit konfrontiert.
00:42:33: Ich hab auch als Zivilin am Altersamt gearbeitet.
00:42:36: Hab den Tod da immer wieder mitbekommen.
00:42:38: also ich bin sei jetzt mal vorbereitet.
00:42:41: Dank der Literatur!
00:42:42: Ich danke dir lieber für das.
00:42:44: Danke!
00:42:45: Dankeschön.
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